May 26

Das mobile Fernsehen auf dem Handy wird sich in seiner derzeit geplanten und teilweise bereits umgesetzten Form nicht durchsetzen.
Besonders kostenpflichtiges Handy-TV habe kaum Überlebenschancen und bedürfe tiefgreifender Reformen durch die Netzbetreiber. Mit Geräten, die herkömmliche TV-Signale empfangen können, seien kostenpflichtige Abomodelle in Frage zu stellen, äußert sich Vodafone-Chef Fritz Joussen gegenüber der Financial Times Deutschland (FTD). Stattdessen plädiert Joussen für werbefinanzierte Modelle.
Vergangenen Herbst hatten die Landesmedienanstalten dem Konsortium Mobile 3.0, bestehend aus den Verlagsgruppen Burda und Holtzbrinck, die Handy-TV-Lizenzen zugesprochen. Ohne die Vermarktung durch die bereits etablierten Netzbetreiber stehe Handy-TV nun jedoch vor dem Aus, meint Joussen.
Vodafone plant FTD-Angaben zufolge an mobilem Fernsehen über Zusatzdienste zu verdienen. So wolle der Netzbetreiber eine Wiederholfunktion oder die Möglichkeit, im TV gezeigte Produkte und Dienste zu kaufen, anbieten. Angesichts der ohnehin schrumpfenden Umsätze von Mobilfunkbetreibern gehen Branchenkenner davon aus, dass der Betrieb eines kaum genutzten kostenpflichtigen Handy-TV-Modells für die Anbieter unleistbar würde.
Auf die Stimmung in der Branche und die Einnahmen der Netzbetreiber drücken darüber hinaus die Roaming-Pläne der EU-Medienkommissarin Viviane Reding. Diese sehen neben einer Vorleistungsregulierung auch eine Endkundenpreisregulierung vor. “Würde die European Regulators Group lediglich eine effiziente Vorleistungsregulierung durchführen, hätten wir mehr Bewegung am Markt und mehr Wettbewerb”, kritisiert Wolfgang Heer, Pressesprecher des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten.
Im Plan der EU-Kommission sind niedrigere Roaminggebühren zugunsten der Verbraucher vorgesehen. Die Mobilfunkgebühren sollen sich an jene im Festnetz angleichen. “Die Umsätze bei Mobilfunkbetreibern dürften aufgrund der Preissenkung zurückgehen”, warnt jedoch Heer. Um dieser Entwicklung zu begegnen, forcieren die Anbieter ihr Marketing und versuchen, die Kundenbindung zu erhöhen.

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May 20

Der Onlinemusikhändler Napster hat seinen neuen, kopierschutzfreien MP3-Dienst gestartet. Ab sofort stellt Napster über sechs Mio. Musiktitel ohne Kopierschutz zum Download bereit. Neben Verträgen mit allen vier großen Plattenfirmen konnte der Musikservice auch zahlreiche Kooperationen mit Independent-Lables vereinbaren und bietet nun nach eigenen Angaben das größte Angebot an legaler, alternativer Musik. Schon Anfang des Jahres hatte Napster den neuen MP3-Service angekündigt, nun stelle das Unternehmen die weltweit größte Auswahl an MP3s zur Verfügung, heißt es in einer offiziellen Information.

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Die einzelnen Musiktitel und Alben werden überwiegend in einer Qualität von 256 Kilobit pro Sekunde angeboten. Der Preis liegt im Schnitt bei 0,99 Dollar pro Track bzw. 9,99 Dollar pro Album. Die Downloads sind mit allen Geräten und Betriebssystemen kompatibel. Heruntergeladene Dateien werden ergänzt von hochauflösenden Albumcovers. Vorerst ist der neue Service noch auf die USA beschränkt.

“Eine Ausweitung des Angebots auf Europa ist zeitnah geplant”,

so ein Sprecher von Napster Deutschland. Die Angabe eines konkreten Starttermins sei derzeit aber nicht möglich.

Bisher verkaufte Napster seine Musik im WMA-Format und mit Digital Rights Management (DRM). Bei dem Abo-Angebot des Onlinemusikhändlers “To Go” soll der Kopierschutz beibehalten werden.
Zahlende Abo-Kunden können dafür unbegrenzt Musik nutzen, solange eine monatliche Gebühr von 12,95 bzw. 14,95 Dollar bezahlt wird. “Derzeit hat Napster weltweit rund 750.000 Abonnenten”, so der Napster-Sprecher.
Eine regionale Aufschlüsselung gebe es nicht.

Napster hat auch seinen Webauftritt etwas überarbeitet und die Download-Funktion verbessert. Nutzer können nun mehr Einsicht darauf nehmen, welche Titel bereits erworben und ob diese nach dem Kauf heruntergeladen wurden. Allerdings gibt es aufgrund der Lizenzbestimmungen für bestehende Kunden keine Möglichkeit ihre bereits gekauften kopiergeschützten Musiktitel im DRM-geschützten WMA-Format umzutauschen. Die Lizenzverträge bestehen aber auch für diese Dateien weiter, sodass kein Nutzer Gefahr läuft, erworbene Titel wieder zu verlieren.

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May 17

Studie: Weiterer US-Provider bremst Bittorrent aus
Einer Studie des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme zufolge bremst auch der US-Kabelprovider Cox Communications Datenverkehr auf dem Bittorrent-Protokoll offenbar aus. Die Auswertung der von 8000 freiwilligen Teilnehmern gelieferten Daten habe ergeben, dass rund 87 Prozent der Blockadeversuche auf Hosts in US-Netzen festgestellt wurden. Immerhin ein Viertel der untersuchten US-Server habe Bittorrent-Traffic behindert. Von diesen 599 auffällig gewordenen Hosts seien 573 in den Netzen von Cox und Comcast.

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May 14

Die Zahl von Software-Raubkopien in Deutschland ist im Jahr 2007 erneut gesunken.
Wie der aktuelle jährliche Bericht der Business Software Alliance (BSA) zeigt, nahm die Softwarepiraterie 2007 um mehr als ein Prozent ab und liegt nun bei 27 Prozent.
Ähnlich die Situation in Großbritannien: Auch hier sank der Anteil unlizenzierter Software um einen Prozentpunkt auf insgesamt 26 Prozent.
Wie in Großbritannien und Deutschland ist die Piraterierate auch in vielen anderen westlichen Staaten bzw. in insgesamt 67 Ländern zurückgegangen. Weltweit nimmt das Problem allerdings weiter deutlich zu. Der durchschnittliche Wert unlizenzierter Programme liegt derzeit bei 38 Prozent.

“Wir sind zuversichtlich, dass eine Reduzierung der Piraterierate langfristig möglich ist”,

meint Michael Höppner, Sprecher der BSA.
Der Anteil von Raubkopien sinke schon jetzt in den meisten Ländern weltweit.

“Neue Geschäfts- und Vertriebsmodelle werden ebenfalls ihren Teil dazu beitragen, dass der Einsatz unlizenzierter Software eines Tages der Vergangenheit angehört”,

ergänzt Höppner.
Die Entwicklung bei Film und Musik habe eine andere Dynamik, da es sich bei diesen beiden vorrangig um Bereiche handle, die sich direkt an Privatpersonen richten, meint Höppner.

“Dennoch wird dem geistigen Eigentum und dem Urheberrecht auch hier eine immer größere Bedeutung zugemessen. Es entwickeln sich zudem neue Absatzwege und Geschäftsmodelle im Rahmen der verbesserten technischen Möglichkeiten.”

Insgesamt hat die Softwarepiraterie im Vergleich zum Vorjahr nur in acht Ländern zugenommen. Doch gleichzeitig gewinnen laut BSA-Bericht gerade jene Gebiete mit sehr hohem Piraterieanteil zunehmend an Gewicht. Zumeist handelt es sich dabei um Entwicklungs- oder Schwellenländer.

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May 06

Schnellere Downloads beim P2P-Filesharing, das stellt die Software “Ono” in Aussicht. Dazu nutzt das von Computerwissenschaftlern des Aqualab an der Northwestern University entwickelte System Messungen von Content Distribution Networks (CDNs), um physisch nahe benachbarte Computer zu identifizieren.
Durch möglichst lokale Verbindungen können die Transferraten beim Filesharing deutlich verbessert werden, so die Forscher - bei guten Netzwerkbedingungen im Mittel auf etwa das Dreifache. Ähnliche Ansätze werden auch in anderen Projekten verfolgt, denn effizienteres Filesharing liegt auch im Interesse der Provider (ISPs).
Dass Ono Vorteile bringt, sei denkbar. “Durch die geographische Nähe können die Reaktionszeiten für den Datenaustausch verbessert werden”, wird unter Insidern und P2P-Nutzern vermutet. Dieser Ansatz sei zwar naheliegend, aber trotz IP-Adressen nicht trivial, betonen die Aqualabs-Wissenschaftler. “Jeder Computer mag eine Adresse haben, doch die sagt nicht aus, ob sich der Computer in der Nähe befindet”, erklärt Ono-Mitentwickler David Choffnes.
Die direkte Ermittlung von Distanzen wiederum sei für die Praxis zu zeit- und kostenaufwendig, so die Aqualabs-Forscher. Ihr Ansatz geht daher davon aus, dass Computer, die innerhalb eines CDNs an den gleichen Server umgeleitet werden, auch physisch benachbart sein dürften. Also nutzt Ono entsprechende Informationen aus CDNs, um geeignete, möglichst nahe Peer-Computer fürs Filesharing zu ermitteln. Den Northwestern-Forschern nach könnten Downloadraten dadurch bei schlechten Netzwerk-Bedingungen um beinahe ein Drittel verbessert werden. Steht ausreichend Bandbreite zur Verfügung, werde sogar eine durchschnittliche Steigerung von 207 Prozent erreicht.
Auch andere Ansätze versuchen, P2P-Netzwerke durch Nutzung möglichst naher Peers zu optimieren. ” Grundsätzlich ist die Nutzung von Lokationsinformationen gerade für ISPs nützlich, um Transit-Gebühren einzusparen”.
Ein Projekt, das genau das ermöglichen soll, ist “Proactive network Provider Participation for P2P” (P4P). Bei diesem arbeiten große Provider mit P2P-Betreibern zusammen. P2P-Verbindungen sollen anhand von Informationen über die Netzwerktopologie optimiert werden, die von den Providern gestellt wird. Ein weiterer, schon etwas älterer Ansatz ist das “Global Network Positioning“.
Das Open-Source-Tool Ono ist seit März 2007 für den BitTorrent-Client Azureus verfügbar und hat laut Aqualabs inzwischen mehr als 150.000 Nutzer. Die Forscher haben nunmehr auch Ressourcen veröffentlicht, damit Entwickler die Peer-Auswahl von Ono auch in anderen P2P-Anwendungen nutzen können. “Desto mehr User wir haben, umso besser funktioniert das System - also machen wir die Verbreitung leicht”, so Ono-Mitentwickler Fabián Bustamante.

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May 06

Zu viele Videos und Download’s…
Ein Klick, und dann ging nichts mehr.
Im Düsseldorfer Landtag ist letzte Woche das Computersystem lahmgelegt worden.
Grund: “überproportional hohe Zuwachsraten bei der Inanspruchnahme von zentral zur Verfügung gestelltem Speicherplatz”.

Heißt im Klartext: die Mitarbeiter haben zu viele Videos geschaut und Daten heruntergeladen.

Wie das IT-Team des Parlaments den Abgeordneten und Landtags-Mitarbeitern nach ddp-Informationen mitteilte, funktionierte das Versenden von E-Mails und die Benutzung des Internets deshalb nur noch stark eingeschränkt.

Eine Datenanalyse ergab, “dass es sich bei den besonders speicherbedarfsrelevanten Daten zunehmend um Musik-, Bild- und Videodateien handelt”.

Die IT-Spezialisten mahnten , dass die “zur Verfügung gestellten IT-Ressourcen und -Dienste der dienstlichen Nutzung dienen”.

Hier gefunden:

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May 02

Ein Bezirksgericht in den USA hat entschieden, dass auch Musiker, die nicht bei einer großen Plattenfirma unter Vertrag sind, einen Anspruch auf Vergütung haben, wenn ihre Stücke im Internet angeboten werden. Von dem Urteil betroffen sind Musikstreaming-Dienste von AOL, RealNetworks und Yahoo.
Während die Plattenfirmen für ihre unter Vertrag stehenden Musiker die Lizenzvereinbarungen mit den Streaming-Anbietern schließen, gingen die unabhängigen Künstler leer aus. Das ändert sich nun. Die American Society of Composers, Authors and Publishers (ASCAP) setzte vor dem zuständigen US-Bezirksgericht aus dem Bundesstaat New York durch, dass Anbieter von Musikstreams im Internet auch unabhängige Musiker abgelten müssen. Die ASCAP vertritt die Rechte von etwa 320.000 unabhängigen Songwritern, Komponisten und Verlegern.

Betroffen sind laut Urteil AOL, RealNetworks, Yahoo und andere.
Diese werden nun für das Streamen der Musikstücke zwischen dem 1. Juli 2002 und dem 31. Dezember 2009 zusammen rund 100 Millionen US-Dollar an die ASCAP zahlen.
Die ASCAP-Vorsitzende Marilyn Bergman begrüßte das Urteil als wichtigen Schritt hin zu einer angemessenen Bewertung der Werke von Songwritern, Komponisten und Verlegern. Die meisten der Online-Geschäftsmodelle begründeten ihren Erfolg auf den kreativen Leistungen anderer. Des halb sei es “entscheidend, dass diese Unternehmen einen angemessenen Anteil ihrer erheblichen Erträge an diejenigen von uns abgeben, deren Werke die Zuhörer anlocken und damit letztlich das Geschäft in Gang halten.”
Das Gericht sah sich vor die Aufgabe gestellt, “einen genauen monetären Wert für ein nicht greifbares Wirtschaftsgut” festzusetzen, nämlich “das Recht für die unbegrenzte öffentliche Aufführung für jedes von Millionen Musikstücken aus dem Repertoire der ASCAP über ein Internet-Medium, das explosionsartig wächst und sich ständig weiterentwickelt”, heißt es in der Urteilsbegründung. Die Richter am Bezirksgericht für den Southern District of New York in White Plains entwickelten eine komplexe Formel zur Berechnung der Lizenzzahlung. Darin sind unter anderem Einnahmen, Kosten für Traffic und die Nutzungsdauer des Streaming-Angebots berücksichtigt.

Beide Parteien, ASCAP und die Streaming-Anbieter, hatten zudem dem Gericht genaue Zahlen über die Musikangebote vorgelegt.

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Apr 21

Das Bildungsniveau in Deutschland hat einen starken Einfluss auf die Nutzung von E-Mails. Aktuelle Erhebungen des Branchenverbandes BITKOM belegen erneut, dass die digitale Kluft in Deutschland besonders groß ist.
Nur 30 Prozent der Bürger mit Hauptschulabschluss verschicken täglich Mails, während 67 Prozent der Deutschen mit Abitur davon Gebrauch machen. Bei Personen mit Realschulabschluss liegt die Quote bei 46 Prozent.
Schichten mit geringerem Bildungsniveau verfügen deutlich seltener über einen Internetanschluss im eigenen Haushalt.
Die private Nutzung von E-Mails hängt neben dem Bildungsniveau aber auch vom Alter ab. So nutzen in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen täglich fast drei Viertel E-Mails für die private Kommunikation. Bei den 45- bis 59-Jährigen ist es knapp die Hälfte und bei den über 60-Jährigen liegt die E-Mail-Nutzung bei nur noch einem Viertel. Auch in Hinblick auf die Geschlechter gibt es nach wie vor Unterschiede. Während 59 Prozent der Männer täglich Mails verschicken, sind es bei den Frauen nur 43 Prozent.
Laut BITKOM sind die Hersteller in der IT-Branche jedoch daran interessiert, verstärkt günstige und einfach ausgestatte Geräte auf den Markt zu bringen. “So können sich die finanzschwachen Bevölkerungsgruppen die Welt des Internets besser erschließen”, meint BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Darüber hinaus sei die Politik dazu angehalten, Maßnahmen zu ergreifen.
Die IT-Ausstattung in den deutschen Schulen sei derzeit so schlecht wie kaum irgendwo in Europa. IT sollte laut Scheer ebenfalls so selbstverständlich in den Bildungsauftrag integriert werden wie Lesen und Schreiben. “Informatik sollte ein Pflichtfach sein und neue Medien sollten im gesamten Fächerkanon als Lehr- und Lerninstrument standardmäßig Einsatz finden.”

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